Kommentiere Logitech Harmony Adapter für PS3 - 16.11.2010

Der Logitech Harmony Adapter ermöglicht die Steuerung der PS3 mit einer Harmony-Fernbedienung. Ich bin seit geraumer Zeit Besitzer eines solchen Adapters, so dass ich tatsächlich nur noch eine Fernbedienung für aktuell 5 Geräte auf dem Wohnzimmertisch liegen habe. Es folgt eine kurzer Test zu dem kleinen Gerät.

Wer sich schon mal mit der Harmony-Reihe von Logitech beschäftigt hat, kennt die etwas aufwendige Einrichtung bei den Fernbedienungen. Ähnlich ist es bei dem PS3-Adapter. Alle Aktionen, in denen die Playse eingesetzt wird, müssen aktualisiert werden. Die automatische  Aktualisierung funktioniert nicht immer reibungslos, weshalb man häufig noch einmal manuell ran muss (z.B. bei der Frage, ob die PS3 beim Umschalten auf “TV gucken” ausgeschaltet wird oder sie bleibt an).

Positiv überrascht war ich von der Größe des Adapters, da er doch kleiner war als er auf den offiziellen Logitech-Bildern wirkte. Ich habe mal selbst ein paar Bilder geschossen, auf dem die Größe evtl. besser zu erkennen ist:

An der Rückseite hat der Adapter zwei Eingänge: der mit dem gelben Rand ist für den Netzanschluss, der andere ist laut Bedienungsanleitung ein “Port für Kabelanschluss des Harmony RF Wireless Extender”. Es wird also kein USB-Anschluss verbraucht, da der Strom über ein Netzteil bezogen wird. Hier liefert Logitech übrigens einen deutschen und britischen Stecker mit. Ein (günstiger) Kauf in UK sollte also kein Problem sein.

Da der PS3-Adapter Signale von Infrarot in Bluetooth umwandelt, ist ein direkter Blickkontakt von Fernbedienung und Adapter nötig. Außerdem muss die Verbindung zwischen PS3 und Adapter einmalig über die Systemeinstellung und durch das drücken des roten Connect-Buttons auf der Adapterrückseite hergestellt werden. Der größter Nachteil ist meiner Meinung nach, dass diese Verbindung bei einem gewollten oder ungewollten Stromverlust verloren geht. Dadurch fließt immer Strom und die grüne LED leuchtet permanent (auch wenn sie nicht sehr hell ist, ist es trotzdem ziemlich unschön).

Wie oben schon angedeutet, bin ich sehr zufrieden und würde das Teil nicht wieder hergeben. Es werden alle 51 Befehle reibungslos übertragen. Auch ein Knopfdruck auf die Pause-Taste der Harmony-Fernbedienung stoppt einen laufenden Film und die Info-Taste öffnet tatsächlich das Info-Menü. Das Größte für mich ist weiterhin, dass nur eine einzige Fernbedienung für alle Geräte nötig ist und der klobige Controller nicht immer griffbereit liegen muss. Insgesamt lohnen sich die aktuell 39 € bei Amazon auf jeden Fall. Von mir gibt es deshalb eine klare Kaufempfehlung.

Kommentiere TwonkyMedia eines QNAP TS-410 als Streaming-Lösung für die Playstation - 6.02.2010

Um Videos, Musik und Bilder auf die Playse zu streamen, habe ich mir das NAS TS-410 von QNAP angeschafft. Ich setze hier vier Samsung EcoGreen F2 1000GB (HD103SI) im RAID-5-Verbund ein, wodurch 2750GB nutzbarer Speicher entstehen und immer eine Festplatte ausfallen kann (ist bisher zum Glück noch nicht geschehen). Die UPnP-Software auf dem NAS ist der QNAP-Qualität entsprechend gut und einfach zu bedienen, gleiches kann ich für die Streaming-Software sagen.

QNAP liefert das NAS mit TwonkyMedia aus, beim TS-410 kommt es in der Version 4.4.17.  Bei dieser Version werden Videos, Musik und Fotos ohne Probleme erkannt, allerdings – und das ist wohl der größte Kritikpunkt – nicht transkodiert. Das bedeutet, dass TwonkyMedia nur die Dateien zur Verfügung stellt und das empfangende System sie selbst lesen können muss. Fehlt der PS3 z.B. ein Codec, wird sie ein Video nicht abspielen können. Da eine Transkodierung während des Streamens prinzipiell große Ressourcen benötigt, ist es – wenn überhaupt – keine  Kritik an der Software, sondern an der Hardware des NAS. Die 800MHZ-CPU ist einfach für solch eine Anforderung nicht gedacht und wäre damit wohl auch überfordert. Dafür verbraucht die kleinere CPU deutlich weniger Strom und gibt weniger Wärme ab, wodurch das NAS wiederum kompakter gebaut werden konnte.

Für jeden der drei Medienarten stellt TwonkyMedia einen eigenen Baum zur Verfügung, der sich voll Konfigurieren lässt. Beim Videobaum stehen z.B. folgende Felder zur Auswahl:

  • Verzeichnis
  • Album
  • Genre
  • Titel
  • Datum
  • Tag
  • Monat
  • Jahr
  • Schlagwort
  • Wertung
  • Beschreibung
  • Auflösung

Diese Optionen lassen sich auch kombinieren, z.B. aus “Genre/Jahr” oder im Musikbaum  “Interpret/Album”.

Die freigegebenen Ordner lassen sich bequem auswählen, auch mehrere auf verschiedenen Ebenen sind möglich. Der Rescan-Abstand steht standardmäßig auf 120 Minuten, eine automatische Überwachung der Verzeichnisse lässt sich auch einstellen (allerdings ist mir nicht ganz klar, ob dann noch ein Standby-Zustand des NAS möglich ist).

Auf der Playse taucht der Media-Server dann unter den entsprechenden Menü-Punkten mit dem Twonky-Logo und dem konfiguriertem Namen auf. Er lässt sich wie jeder andere Media-Server oder externe Festplatte ansteuern. Die Verzeichnisse sind entsprechenden einfach zu durchsuchen und laden sich zügig. Eine technische Schwachstelle ist in dem Zusammenspiel von NAS und PS3 doch noch vorhanden, dass WLAN! Bei mir reichte es leider nicht aus, um die Daten zügig zu schicken (da half auch kein Änderung an der Puffergröße beim TwonkyMedia). Meine Lösung hierfür war ein Devolo dlan 200 AVPlus, da ich auf das LAN-Kabel verzichten wollte. Die Übertragungsgeschwindigkeiten sowohl zum NAS als auch ins Internet sind nun deutlich besser.

Insgesamt bin ich mit dem TS-410 und dem TwonkyMedia voll zufrieden! Ich kann es jedem empfehlen, der nach einer bequemen Streaming-Lösung für seine PS3 sucht.

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